Die
Erforschung genealogischer Zusammenhänge konzentriert sich
auf die Klärung der Frage verwandt oder nicht?'. Wo
archivierte Informationen an ihre Grenzen kommen, überprüft
werden sollen oder schlicht unzugänglich sind, eröffnen
moderne naturwissenschaftliche Methoden aus der gerichtsmedizinischen
Praxis völlig neue Möglichkeiten zur Verwandtschafts-Rekonstruktion.
Mit
der DNA-Genealogie lässt sich lückenlose Verwandtschaft
exakt bestimmen.
Dabei
wird die Frage eindeutig beantwortet, ob zwei (oder mehr) Personen
verwandt sind oder nicht; ob Söhne sich also auf einen
gemeinsamen Stammvater' bzw. Töchter sich auf eine
gemeinsame Urmutter' zurückführen lassen - im
Prinzip über beliebig viele Generationen hinweg. Zur Überprüfung
der Verwandtschaftszugehörigkeit der im genealogischen
Kontext i.d.R. heute nicht mehr lebenden Personen reicht es
völlig aus, deren gesicherte direkte Nachfahren zu testen.
GEO-Titelthema
'Die Spur der Ahnen' Heft 9/04
Begeistert
wie nie fahnden die Deutschen in Kirchenbüchern, Taufregistern,
im Internet und mit Gentests nach ihren Vorfahren
Die
Ahnenforschung, ein Hobby unter ständigem Verschrobenheitsverdacht,
hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Massenphänomen
entwickelt. Etwa 120 Millionen Menschen sollen allein in den
USA auf der Suche nach ihren Wurzeln sein. Dort ist die Familienforschung
nach der Gartenarbeit schon das zweithäufigste Hobby. Im
Internet wird die Recherche nach verstorbenen Verwandten nur
noch von der Suche nach Pornos übertroffen... (TEXT VON
Jens Schröder weiter im GEO-Magazin, bitte anklicken)